Dienstag, 14. Februar 2017

Sankt Valentin von Terni



Mitten in Italien, in einem sanften Tal und umgeben von grüner Natur, liegt die Stadt Terni. Wer heute durch die Gassen wandert und den Schatten zwischen den Häusern genießt, der weiß wohl nicht welcher Brauch hier seinen Ursprung fand. Eine Legende, die von Generation zu Generation durch die Zeiten getragen wird, erzählt davon: 

In uralter Zeit, als noch die Römer die Welt beherrschten und der Erdboden unter den Tritten der Legionen zitterte, war das Christentum verboten. Dennoch gab es auch damals Bischöfe und Priester, einfache Gläubige und die ersten Ordensleute. Sie alle waren mutig und vertrauten auf die liebevolle Hilfe Gottes. Einer von ihnen war der Bischof von Terni, sein Name war Valentin und trotz des Verbotes traute er jedes Paar, dass ihn um seinen Segen bat nach den Riten der christlichen Kirche. Für die Römer war dies Grund genug ihn zu ermorden, was an einem 14. Februar geschah. Doch auch das Schwert des Henkers kann die Liebe nicht auslöschen und so gedachten die Menschen weiterhin ihres Bischoffs. Sie erinnerten sich daran, dass er jedem Paar, das vor seinen Altar trat Blumen schenkte, denn diese sind das Dankgebet der Natur und der in die Welt hinein getragene Beweis für Gottes Liebe zu seiner Schöpfung. Außerdem sagte man sich, dass die von Valentin geschlossenen Ehen besonders glücklich gewesen sein sollen. Es sei gewesen, als wache ein gütiger Engel über der Liebe dieser Menschen.

Was davon ist Wahrheit und was ist Legende? Ein Jahrtausend hat seine Nebel darüber gelegt. Sicher ist nur, dass das Reich der Römer in der Dunkelheit der Geschichte versank. St. Valentin jedoch leuchtet, als strahlender Stern der Liebe, bis in unsere Zeit und wessen eigene Liebe unter seinem Patronat steht, dem sind Glück und Freude sicher.


Text: Markus Zinnecker, 14.02.2017

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen